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Lebensraum Schule –

Nachhaltigkeit lernen und (er)leben

 

Im Rahmen des an der TU Braunschweig angesiedelten Projekts LeSchuNa (Lebensraum Schule - Nachhaltigkeit lernen und (er)leben) werden Möglichkeiten einer umfassenden Implementierung von Nachhaltigkeit am Lernort Schule interdisziplinär und gemeinsam mit beteiligten Schulen entwickelt und evaluiert. Adressiert werden in erster Linie Elemente der Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE), gleichzeitig aber auch ökologische Aspekte von Nachhaltigkeit im Sinne des Leitbilds für nachhaltige Entwicklung der UNCED. Der Fokus liegt hier auf Grundschulen als elementare gesellschaftliche Institutionen, die den Anstoß und die Grundlage für lebenslanges Lernen liefern. Das Verbundprojekt verfolgt in enger Zusammenarbeit mit Schulen und Praxispartnern die Beantwortung der übergeordneten Frage, wie Schulen gestaltet sein sollten, um Effekte der BNE zu transportieren und idealiter zu potenzieren. Um diese Frage evidenzbasiert beantworten zu können, wird ein integriertes Nachhaltigkeitskonzept entwickelt und an ausgewählten Modellschulen systematisch im Sinne des Leitbildes der BNE implementiert.

LeSchuNa adressiert drei Ebenen von Nachhaltigkeit bzw. nachhaltiger Entwicklung: An ausgewählten Modellschulen sollen Schulräume unter Nachhaltigkeitsaspekten umgerüstet und darüber hinaus die Gebäude in Bezug auf die energetische Versorgung optimiert werden. Flankiert wird beides durch ein didaktisches Konzept, welches es Lehrerinnen und Lehrern ermöglichen soll, Schulraum und Gebäude unter der Perspektive der Entwicklung von Nachhaltigkeitskompetenzen bei den Schülerinnen und Schülern direkt zu nutzen.

 

Von daher ist LeSchuNa interdisziplinär angelegt (Institut für Pädagogische Psychologie und Institut für Gebäude- und Solartechnik der TU Braunschweig; Institut für Didaktik der Mathematik und des Sachunterrichts der Universität Vechta; mit einem Unterauftrag Institut für Wirtschaftslehre des Haushalts und der Verbrauchsforschung der Justus-Liebig-Universität Gießen) und eng mit der Praxis (Schulen und Schulträger aus Braunschweig, Steimbke und Vechta; für die Sponsoringakquise verantwortlich Lups e.V. und Flocodon) verzahnt. LeSchuNa wird aufgrund des integrierten umfassenden Evaluationsprogramms Antworten darauf geben, mit welchen Investitionen und Konzepten welche Effekte auf die Entwicklung von Nachhaltigkeitskompetenzen, aber auch auf das Wohlbefinden von Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern erreicht werden können. Effekte des integrierten Nachhaltigkeitskonzepts auf die Nachhaltigkeitskompetenzen der Schülerinnen und Schüler sowie auf deren Einstellungen zu Nachhaltigkeitsfragen werden hier ebenso adressiert wie Effekte auf die Lehrer-Schüler-Interaktion und das subjektive. Auf dieser Basis orientiert sich das Projekt LeSchuNa an den folgenden, eng miteinander verzahnten drei Leitfragen, die unter einer inter‑ und transdisziplinären Perspektive bearbeitet werden und Nachhaltigkeitspotentiale von Schulen erkennbar werden lassen:

  • Wie kann Nachhaltigkeit gelernt werden?
  • Wie kann nachhaltig gelernt werden?
  • Wie kann Schule ökologisch nachhaltig gestaltet werden?


Das Verbundprojekt soll 2018 mit den ersten Erhebungen starten, damit die Schuljahre 2018/19 und 2019/20 systematisch analysiert und evaluiert werden. Das Verbundprojekt arbeitet aktuell an der Akquise von Drittmitteln für die wissenschaftliche Begleitforschung sowie der Akquise an Sponsoringgeldern zur Auf- und Umrüstung der Modellschulen.

Als Ansprechpartnerinnen und –partner stehen für die wissenschaftliche Begleitforschung Herr Dr. Florian Henk (f.henk@tu-bs.de) und Prof. Dr. Barbara Thies (barbara.thies@tu-bs.de) und für die Praxispartner Herr Rotermund (Lups e.V., rotermund@lups-ev.com) und Herr Dr. Dr. Langerfeld (Flocodon, Langerfeldt@flocodon.de) zur Verfügung.

Für das Konsortium

(Professor Dr. Barbara Thies)